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Immobilienmarkt Deutschland: Entwicklung im 2. Quartal 2025 und Ausblick auf das 3. Quartal


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Marktlage im 2. Quartal 2025
Nach einer längeren Phase rückläufiger Preise seit Ende 2022 hat sich der deutsche Immobilienmarkt im ersten Halbjahr 2025 spürbar stabilisiert und zeigt wieder einen klaren Aufwärtstrend. Im 1. Quartal 2025 sind die Preise für Wohnimmobilien im Bundesdurchschnitt um 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal und um 1,4 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Damit setzt sich der bereits im letzten Quartal 2024 begonnene Preisanstieg fort.
Die durchschnittlichen Kaufpreise für Bestandswohnungen kletterten im Vergleich zum Vorquartal um 1,1 % auf 2.545 EUR pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen kosten im Schnitt rund 3.400 EUR/m², Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand etwa 2.993 EUR/m².
Besonders ausgeprägt war der Preisanstieg in den kreisfreien Großstädten, wo Wohnungen im Jahresvergleich um 6,1 % teurer wurden. Auch in anderen Regionen zogen die Preise wieder an, wenn auch moderater.

Preistreiber und Marktdynamik
- Wohnungsnot und Angebotsknappheit: Die Fertigstellung neuer Wohnungen bleibt deutlich hinter dem Bedarf zurück. 2025 werden voraussichtlich nur etwa 175.000 neue Wohnungen gebaut – das Ziel der Bundesregierung liegt bei 400.000. Das knappe Angebot sorgt für anhaltenden Preisdruck.
- Nachholeffekte: Viele Kaufinteressenten, die ihre Pläne in den Jahren 2022/2023 wegen hoher Zinsen aufgeschoben hatten, kehren nun auf den Markt zurück.
- Zinsentwicklung: Die Bauzinsen haben sich nach dem Anstieg 2022 stabilisiert und bewegen sich aktuell zwischen 3,5 und 4,1 %. Die jüngste Leitzinssenkung der EZB sorgt für eine leichte Entspannung, eine spürbare Entlastung bei den Bauzinsen ist jedoch nicht zu erwarten.
- Regionale Unterschiede: Während Immobilien in gefragten Lagen und mit guter Energieeffizienz weiter zulegen, bleiben ältere Objekte mit Sanierungsbedarf preislich unter Druck.

Ausblick auf das 3. Quartal 2025
Die meisten Experten erwarten, dass sich der moderate Aufwärtstrend im 3. Quartal fortsetzt. Prognosen gehen von einem Preisanstieg zwischen 1 und 3 % für das Gesamtjahr aus, in Einzelfällen – etwa in Großstädten oder bei besonders gefragten Objekten – sind auch höhere Zuwächse möglich.
- Nachfrage bleibt hoch: Die strukturelle Knappheit an Wohnraum und die stabile Nachfrage dürften die Preise weiter stützen.
- Keine Rückkehr zum Boom: Von der Euphorie der Jahre vor 2022 ist der Markt weit entfernt. Die Preissteigerungen verlaufen deutlich moderater und die Kaufnebenkosten sowie energetische Anforderungen bleiben Herausforderungen für Käufer.
- Regionale Differenzierung: Während in Metropolregionen mit weiter steigenden Preisen zu rechnen ist, könnten ländliche Regionen und Objekte mit schlechter Energieeffizienz auch im 3. Quartal hinter dem Trend zurückbleiben.

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